Museum Eckernförde: „Dem Himmel so nah“

Ladakh I

Ladakh I

Ladakh III

Ladakh III

Der endlose Knoten, buddhistisches Zeichen für „Unendlich“, ist Motiv für ein gleichnamiges Gemälde geworden, in dem das Zeichen auf einem hellen Kreisrund liegt. Das Motiv des Kreises – eine Form ebenfalls ohne Anfang und Ende, ein Symbol auch für Vollkommenheit – hat eine lange Tradition in der Malerei Volker Altenhofs.

Strömung III

Strömung III

Informationen zur Ausstellung

Strömung IV

Strömung IV

Mani II

Mani II

In Abstufungen von Rot auf einem übergroßen Format überziehen wellenartig Farbstreifen die Leinwand, die sich ins Unendliche über den Bildraum hinaus fortzusetzen scheinen. Das Gemälde gehört zur Werkgruppe der „Strömungen“, an denen der Maler immer noch arbeitet. Alles strömt, alles ist in Bewegung, im Fluss. So auch in dem blauen Pendant, mit dem wir Himmel und Wasser oder Meer gleichermaßen assoziieren können. Im Wind flatternde Gebetsfahnen, die im Himalaya an Klöstern, Gebirgspässen oder Brücken Teil des Straßenbildes sind, inspirierten Volker Altenhof zu diesen Motiven. Die farbigen Bänder dort sind umströmt von Luft, immer in fließender Bewegung, sie drehen und wenden sich, zeigen ihre zwei Seiten.

Strömung I

Strömung I

Unendlich

Unendlich

Trommelklang II

Trommelklang II

Volker Altenhofs Serie der sogenannten „Klänge“ basiert auf dem akustischen Empfinden. Beim Besuch eines Tempels erlebte der Künstler sakrale Gesänge, die von rhythmischen Trommelklängen begleitet wurden. Hinzu kam die Begeisterung für die durch zum Teil jahrhundertelangen Gebrauch entstandene Patina der Trommeln. In mehreren kleineren Formaten materialisieren sich gleichsam die hohen und tiefen Klänge der Trommeln in hellen und dunklen Farbschattierungen. Symbol (die Kreisform), Klang und Farbe gehen eine Synthese ein. In seinem „Großen Klang“, der den ersten Raum dominiert, drückt sich die ganze Wucht des Erlebens und Empfindens aus.

Ladakh-Exzerpt II

Ladakh-Exzerpt II

Das majestätische Gebirge des Himalayas findet sich in drei kleinformatigen Leinwandgemälden der Serie „Ladakh“. Gemessen an den zumeist stark abstrahierenden Arbeiten des Künstlers sind sie deutlich gegenständlich. Sie zeigen die Hochgebirgslandschaft jeweils mit Blick in den Himmel, mal leuchtend Blau, mal Hellrosa schimmernd. Sichtbar wird der farbliche Reiz, den die Landschaft auf Altenhof ausübte, aber auch in dem Bild, das den streng horizontal ins Bild gesetzten Flusslauf des Indus hinter einem Streifen Grün und vor den hellen kargen Bergen wiedergibt.

Schon als Studierender hat sich Volker Alterhof auf einer Ägyptenreise für Hieroglyphen interessiert und rein aus grafischen Gesichtspunkten seiner Malerei anverwandelt. Während der Himalayreise wurde er ebenfalls reichlich fündig: Allein die sogenannten Manisteine mit ihren im buddhistischen Glauben verankerten Gebetsformeln waren Stoff genug für eine ganze Serie von Bildern. Diese Gedenksteine im Umkreis der Klöster sind graviert mit Texten, aus denen Altenhof Zeichen herausgriff und malte. So mögen die einzelnen Sanskrit-Zeichen lesbar sein, als Text ergeben sie jedoch keinen Sinn. Die Ästhetik der steinernen Platten hat der Künstler in seiner lasierenden Temperatechnik aufgegriffen, die Pigmente scheinen ganz dem Stein entnommen zu sein, die geheimnisvollen Zeichen treten daraus mal mehr, mal weniger deutlich hervor.

Der große Klang

Der große Klang

Strömung II

Strömung II

Zu den frühesten Arbeiten, die noch 2018 nahezu unmittelbar nach der Himalayareise entstanden, zählen acht gerahmte Temperamalereien auf Papier. Den Bildträger fand der Künstler in einem kleinen Dorf, in dem handgeschöpftes Papier hergestellt wurde, von dem er einiges mitnahm. Auch die Farbpigmente, die der Künstler für diese und andere Arbeiten verwendete, brachte er von den Märkten und aus den Geschäften im Himalaya mit. So leuchten die Farben des Himalayas aus den Bildern des Künstlers, Thema und Material gehen buchstäblich eine Bindung ein und erhalten dadurch ein hohes Maß an Authentizität. Die Papierarbeiten greifen Motive und Zeichen auf, die Altenhof vor allem in den Klöstern fand.